Odette - Kusha Alexi; Prinz - Ordep Rodriguez Chacon
© Sebastien Galtier
„Schwanensee“
Ballett von Bridget Breiner
Peter I. Tschaikowski (1840-1893)
Premiere am 09. November 2013

Peter I. Tschaikowskis „Schwanensee“ ist der Stoff, aus dem Ballett-Träume gewoben sind; das 1877 uraufgeführte Werk gilt als der Inbegriff klassischer Ballettkultur. Zahlreiche berühmte Choreografen haben es mit ihrer unverwechselbaren Handschrift geprägt und dabei nicht selten bewusst mit jenen mächtigen Ballettklischees gebrochen, die seit Marius Petipas‘ stilprägender Choreografie von 1895 in der Seherwartung des Publikums mindestens ebenso unverrückbar festgeschrieben scheinen wie Tschaikowskis Musik.

Auch in Gelsenkirchen wird die altbekannte Geschichte neu erzählt: Siegfried liebt Odette. Sie will er haben und keine andere. Sie ist sein Schwanenmädchen, seine Schwanenkönigin. Doch der von Liebe Verblendete verkennt, dass sich hinter der königlichen Maske seiner Erwählten das sprachlose Leid einer Gefangenen verbirgt.
Odette liebt Siegfried, aber sie ist unfrei – eingekerkert in ihrem Körper, ausgeliefert der Gewalt eines anderen Mannes, geschmiedet an die Ketten, die ihr die Gesellschaft anlegt. Odette liebt Siegfried und Siegfried liebt Odette, doch die unsichtbaren Mauern, mit denen sich seine Schwanenkönigin umgibt, kann er auch mit seiner Liebe nicht sprengen. Als Siegfried der geheimnisvollen Odile begegnet, gerät sein Leben aus den Fugen. Hilflos muss Odette mit ansehen, wie Siegfried mehr und mehr dem Zauber der unbekannten Schönheit erliegt, die ihr so ähnlich scheint und dabei doch so anders ist als sie selbst. Gibt es für das Paar dennoch Hoffnung auf Glück?

Die Doppelrolle der Odile/Odette zählt zu den anspruchsvollsten und begehrtesten Partien ihres Fachs, häufig begleitet das Werk Tänzer durch ihr gesamtes Berufsleben. Auch Bridget Breiner durchmaß die „Schwanensee-Karriere“ vom Mitglied im Corps de Ballet bis hin zur gefeierten Titelpartie in den unterschiedlichsten Produktionen. Nun nähert sie sich Tschaikowskis Märchen-Klassiker erstmals als Choreografin. Auf der motivischen Grundlage der zeitlosen Liebesgeschichte zwischen Odette und Siegfried kreiert sie für das Ballett im Revier ein spannungsreiches Tanzdrama, das von Heiko Mathias Förster am Pult der Neuen Philharmonie Westfalen live begleitet wird.
(Musiktheater im Revier Gelsenkirchen 2013/14)

Choreografie: Bridget Breiner
Musikalische Leitung: Heiko Mathias Förster
Ausstattung: Jean-Marc Puissant
Szenische Mitarbeit: Sebastian Schwab
Dramaturgie: Anna Grundmeier

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